Produkte | Bleistifte, Füllhalter und Karten zu Weihnachten und Neujahr

Weihnachten und Neujahr sind Anlass für ein paar persönliche Zeilen per Brief. Mir machte schon als Kind das Öffnen eines Briefkuverts riesige Freude, vor allem dann, wenn mir meine zahlreichen Brieffreunde schrieben. Einige davon sind mir geblieben und schreiben bis heute.

Sogar mit Bleistift. Denn der ist für viele wertvoller als jeder Füller. Gerade ist ein Schatz unter den Bleistiften für kurze Zeit wieder aufgelegt worden. Der „Polygrades“ von Faber-Castell ist ein Bleistift mit nostalgischer Optik und Geschichte. Sie handelt von Lothar Faber aus Stein bei Nürnberg. Der damals 20-Jährige, ein Spross der heutigen Bleistiftdynastie, verbrachte um 1830 einige Zeit in Paris. Er sichtete den Markt für Stifte und ihre Herstellungsmethoden. Die elterliche Stiftfabrik A. W. Faber konnte es einfach nicht aufnehmen mit den Fabrikaten aus Frankreich und England, fand Lothar Faber. Er wollte etwas anderes schaffen, eleganter und von ganz besonderer Qualität.

1837 brachte er neuartige schwarze Bleistifte mit goldenem Aufdruck in verschiedenen Härtegraden von Paris aus auf den Markt. Lothar Fabers „Polygrades“ kamen stilecht im passenden Etui.

Das Etui von 1837. © Faber-Castell

„Ich gab aber den feinen und feinsten Bleistiften, den Polygrades Stiften, ihrem inneren Werth entsprechend, das schönste Kleid. Ich ließ die Bleistifte schwarz poliren und mit Gold zeichnen.“

Gift set Lothar von Faber Polygrades

Jetzt gibt es die Packung mit 12 Bleistiften bei Faber-Castell in limitierter Auflage mit unterschiedlichen Härtegraden. Die Stifte sind wie früher unangespitzt. Wer mag, bringt sie auch heute mit dem Messer in die gewünschte Form.- Kostenpunkt: 25 Euro.

© Faber-Castell

Füllhalter

Für das Schreiben von Briefen und Karten ist die Füllfeder das passende Schreibgerät. Bei „Hase Weiss“ in Berlin fand ich neulich den Kaweco ICE Sport Füllhalter Rot. Der rote Füller war ein Spontankauf. Nicht zu fein, liegt gut in der Hand, tolles Schriftbild. Dazu Tintenpatronen in Grün für Weihnachtspost in Farbe. Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis ich den Füller bei meiner Tochter wiederfinde.- Kostenpunkt: knapp 20 Euro.

Der Kaweco ICE Sport – © The Bartleby
© Kaweco

„Hase Weiss“-Inhaberin Anna Pfeiffer hat ein besonderes Auge für Papierwaren, Bücher und Stifte. Bei ihr gibt es unzählige schöne Dinge für Kinder zu entdecken. Aber auch ich kann hier Stunden verbringen. Wer in Berlin ist, sollte dem kleinen Laden einen Besuch abstatten.

Von Kaweco gibt es übrigens auch noch eine etwas feinere, nicht weniger sportliche Füller-Variante, die farblich gut in den Winter passt: den Kaweco Brass Sport. Der Nürnberger Hersteller bietet dazu schöne und günstige Etuis aus schwarzem Leder.- Kostenpunkt für den Füllhalter: rund 73 Euro.

© Kaweco

Grusskarten – Weihnachten mit Einhorn, Pudel, Blumen

Die Auswahl an Grusskarten zu Weihnachten und Neujahr ist gross. Unwiderstehlich finde ich zwei Motive der Berliner Künstlerin Lilli Gärtner. Vor allem das Weinhorn, ein in Rotwein badendes Einhorn, ist schwer kultverdächtig. Seine Geschichte schildert die Künstlerin:

© Lilli Gärtner

„Die Weinhorn-Grusskarte entstand im Zuge einer Zusammenarbeit mit dem britischen Weinmagazin Noble Rot.

Ich bebilderte einen Artikel, der von ‚Unicorn Wine‘ handelte. Ein solcher Wein ist so selten, dass man nur von seiner Existenz munkelt. Zumeist ist der Winzer früh verstorben oder es gibt aus anderen mysteriösen Gründen nur ein paar wenige Flaschen einer sagenumwobenen Sorte.“ Ein Kunstdruck des Weinhorns von Lilli Gärtner hängt an der Wand der Noble Rot Bar in London – seit ihrer Eröffnung. „Seitdem habe sich viele Gäste nach dem Weinhorn erkundigt und mir unzählige Anfragen per Email geschickt. 2015 entschied ich, einen Onlineshop ins Leben zu rufen. Jetzt gibt es die Weinhorn-Grusskarte, einen Weinhorn-Anhänger und zwei Motive als Kunstdruck in A3. Bislang sind das meine beliebtesten Produkte. Ihren Erfolg habe ich wohl auch dem Trend zum Einhorn zu verdanken, der vor einiger Zeit aufgekommen ist.“

Uneingeschränkte Freude bereitet auch die Happy Holiday! Pudelmützen-Grusskarte von Lilli Gärtner. Sie wird per Hand mit einem rosaroten Pompom versehen und mit einem rosafarbenen Umschlag geliefert.

© Lilli Gärtner

Lilli Gärtner arbeitet seit 2010 als freischaffende Illustratorin. Nach dem Studium in Hamburg und Baltimore arbeitete sie vor allem für Magazine und an grösseren Buch- und Kunstprojekten. „Nachdem meine Zwillinge vor 3 Jahren geboren wurden, musste ein neues Format her“, sagt sie. „Die Entwicklung von Grusskarten passte da sehr gut in meinen Tagesablauf.

Die Grusskartenkultur in Deutschland ist aber meiner Meinung nach noch ausbaufähig. 

Ich orientiere mich gern an Grusskartengestaltern aus England, wo ich schon als Kind mit schönen Karten konfrontiert wurde.“ Lilli Gärtner hat ihren Onlineshop und beliefert ausgewählte Schreibwarenläden. Dazu zählen R.S.V.P. und Moranga in Berlin, Tschau Tschüssi in Leipzig, Super juju in Stuttgart. Gerade hat sie ihr erstes Kinderbilderbuch fertig gezeichnet. Im Verlagshaus Berlin erschien ausserdem 2014 Mittwacht, eine Zusammenarbeit von Lilli Gärtner und dem Autor Thomas Podhostnik. Der zweite Band ist in Arbeit.

Fein illustrierte Karten zu Weihnachten und zum Jahreswechsel bietet auch das kleine Berliner Label souci. Seine Motive entdeckte ich nahe dem Klausenerplatz in Berlin, wo die Betreiber des Ladens „Charmant“ Karten von souci führen. Hinter dem Label steckt Kerstin Sorge. Sie ist Illustratorin, Grafikerin und Fotografin.

 

In der Arbeit von Kerstin Sorge mischen sich Materialien und Techniken. Das Papier steht gleichberechtigt neben Fotoapparat und Tablet.

„Es kommt vor, dass ich Trends, etwa aus der Fotografie, aufgreife und in meinen Illustrationen umsetze. Die Weihnachtskarte ‚Christmas Tree‘ ist ein gutes Beispiel dafür“,

sagt Kerstin Sorge. „Schon seit längerer Zeit sind Fotos angesagt, die sich ‚Flatlays‘ nennen. Man fotografiert dabei Gegenstände aus der Vogelperspektive. Bei der Weihnachtskarte habe ich mir vorgestellt, wie es aussehen könnte, wenn ich ein solches Motiv zeichne. So ist mein kleines Weihnachtsbaum-Flatlay entstanden.“

Kerstin Sorge fotografiert, zeichnet von Hand und am Tablet. „Es gab Zeiten, da habe ich mit dicken Filzstiften gemalt und gezeichnet, dann für eine Weile mit Rohrfeder und China-Tusche oder mit Kreiden“, sagt sie. „Aber am häufigsten zeichne ich mit Bleistiften.“ Andere Vorlieben hat sie beim Illustrieren. „Hier zeichne ich am liebsten direkt auf meinem Tablet und nutze, je nach Motiv, verschiedene Stift- oder Pinselspitzen. Das Illustrieren am Tablet vereinfacht meinen Workflow sehr. Da ich es mir einfach auf die Knie legen kann, fühlt es sich auch fast wie Zeichnen auf Papier an.“

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