Für Notizen bei siprituellen Lesungen. © Jackie DoveLesungen

Produkte | Mit Füllern und Planern Struktur und Kreativität in den Alltag bringen – so macht es eine Dozentin aus Texas

Jackie Dove aus Waco (Texas, USA) strukturiert ihre Woche sehr analog. Ein System aus Planern und Füllern begleitet Beruf und Privatleben. Es gibt visuelle Tagebücher, Planer für die Finanzen, einen Jobplaner. Ein Tintenjournal, eines für ihr Hobby, sogar einen Planer für die Inspektionen des Autos. Zugleich sind Jackies Tools eine Quelle für Kreativität – mag der Alltag  noch so fordernd sein.

Dr. Jackie Dove hat für jede Lebenslage einen Planer
Jackie Dove aus Waco, Texas ist Stationery-Expertin – im Grunde seit ihrer Kindheit. – © Dr. Jackie Dove

Ein Einblick in Jackies Schreibwaren-Kosmos!

 

Jackie, was bedeutet das Schreiben für Sie?

Mich begleiten ganz verschiedene Schreibstile. Ich bin Professorin an einem College. Da ist das akademische Schreiben wichtig. Daneben führe ich verschiedene Planer und Journale und sammle Zitate in einem eigenen Buch, meinem Commonplace Book. (Anm.: In einem Commonplace Book, das ein Blankobuch ist, lassen sich Weisheiten, Erkenntnisse, Zitate, Beobachtungen, Informationen sammeln, denen man begegnet.)

Das Commonplace Book von Jackie Dove. © Jackie Dove
Einblick in ihr Commonplace Book. © Jackie Dove

Wie unterschiedlich prägen diese Schreibbereiche Ihren Alltag?
In meinem Job nutze ich eine Agenda von Prada mit einem Monatskalender von Life Stationery. Um Schritt zu halten mit meinen Vorlesungen, die ich vor- und nachbereite, ist das System ideal. Zuhause führe ich ein Journal, das einem Tagebuch ähnelt. Aber auch das Commonplace Book spielt in meinem Privatleben eine Rolle. Darin sammle ich nämlich Zitate für meine Kinder. In einem eigenen Buch sind Zitate besser aufgehoben als in einem Tagebuch.

Commonplace Book: Weises für die Kinder. © Jackie Dove
Das Commonplace Book: Jede Menge interessanter Weisheiten, die die Kinder heute und später lesen können. © Jackie Dove

Seit wann nutzen Sie Planer, Tagebücher, Notizbücher?

Schreibwaren habe ich schon immer geliebt. Meine Mutter und meine Grossmutter waren Buchhalterinnen. Meine Kindheit verbrachte ich spielend in ihrem Büro. Ich kann mich nicht erinnern, je ohne Bücher, Füller und Papier gewesen zu sein. Meinen ersten Lederplaner kaufte ich 2004 während der Schreibphasen meiner Doktorarbeit. Als Kind nahm ich Kalligraphiestunden. Trotzdem habe ich mir erst vor ein paar Jahren einen eigenen Füller gekauft. Das war wie Nachhausekommen.

Welche Füller mögen Sie? Und warum?

Schwere Frage! Um das herauszufinden, habe ich genau nachgesehen. Meine Top 10 sehen Sie hier:

Die Füller-Top-10 von Jackie Dove. © Jackie Dove
Die Top 10 der Füller-Favoriten von Jackie Dove. © Jackie Dove

Ein Montblanc 146 (1). Ein Montblanc Modell „Yehudi Menuhin“ mit meinem Namen eingraviert (2) –  einer meiner Lieblingsfüller. Ich benutze ihn täglich in meinem Planer. Dann folgen die beiden schönsten Füller, die ich habe: ein Montblanc „Shakespeare“ (3) und ein Montblanc Muses Poudré (4). Ihnen folgt ein pink-weisser Füller von Pelikan (5). Meine Sammlung besteht vor allem aus Füllern von Graf von Faber-Castell, von denen der goldene Anello (6) der schönste ist. Vom selben Hersteller sind der Walden Woods (7) und der Guilloche Indigo (8). Der Swan von Mabie Todd (9) ist das älteste Stück meiner Füllersammlung. Examensarbeiten korrigiere ich am liebsten mit dem Levenger True Writer (10).

Wow. Jetzt möchte ich natürlich auch wissen, welche Planer Sie nutzen!

Inzwischen arbeite ich am liebsten mit Planern von Gillio und Van der Spek. Bei Leder lege ich Wert darauf, dass es pflanzlich gegerbtes Leder aus nachhaltiger Herstellung ist. Ich besitze einige Planer von Gillio, mag aber auch individualisierte Planer von Van der Spek. Gerade habe ich mir ein Cover für mein 5-Year-Hobonichi entworfen und bestellt. (Anm.: Ein Hobonichi gilt als der japanische Terminplaner schlechthin. Viele schätzen ihn wegen seines besonderen Papiers.) Meine Planer benutze ich wie monothematische Schreibbücher. Jeder ist einer bestimmten Aufgabe zugeordnet.

Ein Planer von Prada begleitet Jackie Dove zur Arbeit. © Jackie Dove
Bei der Arbeit nutzt Jackie Dove diesen Planer von Prada. © Jackie Dove

In diesem schmalen Planer notiere ich Dinge aus spirituellen Lesungen (Füller: Graf von Faber Castell Anello Gold) . Ein anderer Planer liegt im Handschuhfach meines Autos. Darin notiere ich alle Inspektionstermine.

Für Notizen bei siprituellen Lesungen. © Jackie DoveLesungen
Wichtiges aus spirituellen Lesungen notiert sich Jackie Dove hier. © Jackie Dove
Ein Planer fürs Auto, so geht kein Termin verloren. © Jackie Dove
Fürs Auto ein hellblauer Planer, damit kein Inspektionstermin verloren geht. © Jackie Dove

Als Haushaltsbuch und zum Notieren von Aufgaben zuhause habe ich natürlich auch einen Planer (lacht). Das ist einfach gut. Ich notiere die  Dinge darin mit dem Montblanc-Füller „Muses Poudré“. Einer meiner schönsten!

Sie lieben Tinte, richtig?

Ja! Ich führe sogar ein Tinten-Journal, ein Enigma Notebook. Darin führe ich Buch über die von mir benutzte Tinte und die Eigenschaften von Tintensorten. Ich übe in dem Journal schon mal das Zeichnen. Kunst fällt mir eher schwer. Die meiste Tinte verbrauche ich übrigens für meine Arbeit. Es sind um die 55 ml pro Semester! Sehr gut zur Korrektur von Arbeiten eignet sich die Tinte Pelikan 4001 in türkis. Sie schreibt toll auf schlechtem Papier.

Ein Stapel Testate - zu korrigieren gern in Türkis. © Jackie Dove
Die Lieblingstinte vor einem Stapel von Testaten. © Jackie Dove

Welche Rolle spielen die Planer in Ihrer Freizeit?

Eine grosse! Hier ist mein Hauptplaner im Alltag (Gillio Art Edition).

Der Alltagsplaner. © Jeckie Dove
Und so sieht ihr Alltagsplaner aus. © Jackie Dove

In meiner freien Zeit lerne ich Japanisch. Das bedeutet viele Schreibübungen. So habe ich mir auch dafür eine Planer angeschafft, ein This is Ground Mod3 mit Platz für ein Hobonichi-Notizbuch und einen Füller. So kann ich üben. Ich arbeite für die meisten Dinge mit verschiedenen Tintenfarben und benutze für meine Studien vier Füller.  Eine Tinte benutze ich für die japanische Silbenschrift Hiragana, eine andere Tinte für Aussprache-Notizen, eine für die englische Übersetzung, und eine Tinte für die Kanji (Schriftzeichen).

Raum für viele Japanischübungen: ihr Japanisch-Planer. © Jackie Dove
Jackie lernt Japanisch. Das geht nicht ohne Notizen. © Jackie Dove

Den eigenen Alltag und den Kopf analog so zu strukturieren wie Sie: Wer mag das?

Um Dinge zu verstehen, muss ich sie aufschreiben. Darum waren Füller und Papier für mich immer schon wichtig. Am College unterrichte ich im Fach Gesundheitswissenschaften: Physiologie, Krankheiten, Ernährung. Das sind gerade meine Kernthemen. Ich ermuntere die Studenten, in Vorlesungen mitzuschreiben. Warum? Sie bringen bessere Leistungen, wenn sie das tun! Die Hirnregionen, die beim Schreiben angesprochen werden, sind uralt. Jeder profitiert vom Schreiben von Hand. Das ist meine feste Überzeugung.

Ein Hobonichi Techno-Notizbuch, das Jackie Dove als Kunstjournal benutzt. Sie arbeitet darin kreativ mit Tinten, Pinsel und Füller. „Das Zitat kommt aus dem Disneyfilm ‚Pocahontas‘. Das Foto oben zeigt einen meiner Ahnen aus dem Volk der Choctaw.“ (Anm.: Die Choctaw waren ein nordamerikanisches Indianervolk, das in Mississippi, Alabama und Louisiana lebte.) © Jackie Dove

 

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